Artikel aus der Zeitschrift „Paps, Ausgabe April 2005:

 

Hymne für Väter

CD-Tipp:

Jetzt haben auch die getrennten Väter ihre Hymne: Michael Pfennigs „Kinder kommen, Väter geh’n“ wurde schon auf Demonstrationen und bei Papa-Kind-Festen gesungen. Eingängig, aber kein Mitklatscher; einfach, aber kein Kasperle-Tralala. Mit leicht melancholischer Stimme intoniert der Musikpädagoge aus Scheeßel den Text vom Vater, der sein Kind nicht mehr sehen darf: „du bist mein ganzer Stolz, ich denke so oft an dich ... doch deine Mutter will nicht mehr, dass du kommst zu mir.“ Gerichte und Jugendämter ruft er zum Handeln auf und weiß doch, dass politische Änderungen zu spät kommen, um seine Situtation zu verbessern. So schließt er mit der Hoffnung auf bessere Zeiten, wenn sein Kind älter ist und selbst entscheiden kann, bei wem es wohnen will. Im Booklet finden sich Text und Akkordfolge, auch wenig Geübte können den Song leicht auf der Gitarre oder dem Klavier nachspielen. Oder zur Karaoke-Version mitsingen. Übrigens auch ein einfühlsames Osterpäckchen für den getrennten Papa von nebenan.

Ralf Ruhl